2026-01-01 15:15
Wie ich 2025/26 arbeite
Der letzte Artikel dazu ist bereits vier Jahre her. Aber so viel hat sich gar nicht geändert.
Hardware
An meinem grundsätzlichen Setup mit dem privaten Desktop-PC, dem Notebook des Arbeitgebers und dem Kundennotebook mit Dockingstation und externem Bildschirm hat sich nichs geändert. Die einzelnen Geräte haben aber z.T. Updates erfahren.
Sowohl das Firmen- als auch das Kundennotebook wurde seit dem letzten Artikel ausgetauscht. Mein Arbeitgeber ist von Lenovo zu HP gewechselt, das aktuelle Gerät ist ein HP ZBook Firefly G10. Vom Kunden habe ich ein wieder ein Lenovo Thinkpad der T-Serie im Einsatz.
Auch das private Mobiltelefon (jetzt ein Google Pixel 6) und das Diesttelefon (jetzt iPhone 13) haben Updates erfahren.
Mein privater PC ist weiterhin der aus dem c’t Bauvorschlag 2019 entstandene mit AMD Ryzen 7-1700 Prozessor, 64GB RAM, 1TB SSD und 4TB HDD. Die Harddisk zeigt erste Ausfallerscheinungen, was sich durch Kernelmeldungen und Hänger bei der Audio-Wiedergabe bemerkbar macht. Die Ersatzplatte liegt bereits hier und wird in den nächsten Tagen verbaut.
Ein Update gibt es beim Homeserver. Hier wurde der betagte Shuttle DS47 durch einen gebraucht gekauften Shuttle DS77U7 mit 32GB RAM, 500GB NVME M2 SSD und 500GB SATA 2.5" SSD ersetzt. Auch dies ist wieder ein lüfterloses unt theoretisch völlig geräuschloses System; praktisch ist allerdings ein Spulenfiepen zu hören, stört aber nicht unter dem Schreibtisch.
Neben dem Shuttle, der dauerhaft läuft und die für mich wichtigen Serverdienste bereitstellt, habe ich noch einen zweiten Proxmox VE Host auf Basis eines ASRock DeskMeet X600 eingerichtet. Der Server ist mit einem AMD Ryzen 7-5700 und 128 GB RAM deutlich leistungsfähiger als der Shuttle, aber auch stromhungriger und lauter. Als reines Test- und Experimentiersystem läuft der Server nur bei Bedarf.
Software
Der Server ist nun leistungsfähig genug für Proxmox VE mit mehreren VMs und LXC-Containern. Dabei läuft der Großteil der Dienste in nur zwei Containern: einem nichtprivilegierten für alle Software, die direkt aus den Debian Repositories kommt, und einen privilegierten für Docker-Container.
Daneben gibt es einige Container für Software mit speziellen Anforderungen, die nicht mit anderen Anwendungen vermischt werden sollen. Dazu gehört etwa Nextcloud mit der Vorgabe, die MariaDB Datenbank mit dem Transaction Isolation Level READ COMMITTED anstelle des Defaults REPEATABLE READ zu betreiben.
Neben den LXC-Containern gibt es derzeit nur eine einzige dauerhaft laufende VM, nämlich ein Alpine Linux mit der Kubernetes Distribtion K3s von den mittlerweile zu SUSE Linux gehörenden Rancher Labs. K3s lässt sich prinzipiell auch in einem LXC Container betreiben, jedoch müssen diesem zahlreiche zusätzliche Berechtigungen gegeben werden, so dass die logische Trennung von Container und Hostsystem stark verwässert wird. Dank Alpine ist der Ressourcenbedarf jedoch auch als VM recht niedrig.
Betriebssysteme
Insgesamt arbeite ich derzeit mit diesen Betriebssystemen:
- Debian GNU/Linux als Basis für Proxmox VE, auf Servern, dem Notebook (mit MATE Desktop) und den meisten LXC-Containern und VMs.
- Ubuntu Linux mit MATE Desktop auf dem Desktop PC.
- Alpine Linux auf einigen VMs und LXC-Containern, hauptsächlich als Host für Docker und Kubernetes, sowie als Basis für alle Container Images.
- Auf dem Proxmox Testsystem gibt es auch VMs mit Software auf Basis eines BSD Unix, z.B. pfSense und OPNsense.
- Beruflich bin ich weiterhin auch auf Windows angewiesen.
Serverdienste
Zu den essentiellen, täglich genutzten Serverdiensten gehören bei mir:
- Checkmk Server Raw Edition Monitoring Server für meine gesamte Infrastruktur.
- Gitea als leichtgewichtiger Git Repository Service.
- Bookstack als Wiki für die persönliche Dokumentation.
- Nextcloud als reine Dokumentenablage; zusätzliche Plugins mit Sonderfunktionen nutze ich nicht.
- OpenCloud soll perspektivisch Nextcloud ablösen; dazu vielleicht demnächst mal ein eigener Artikel.
- Mattermost als Chatsystem für verschiedene Arbeitsgruppen. Leider hat der Hersteller die Fähigkeiten der Open Source Version stark eingeschränkt, daher bin ich auf der Suche nach einer Alternative; auch hierzu vielleicht mal ein eigener Artikel.
- Pi-Hole ist der DNS-Server in meinem Netzwerk und hat frühere Installationen von PowerDNS und anderen abgelöst.
- Zot Registry als Docker Image Registry
- Grafana mit den Backends Prometheus und MariaDB für Visualisierungen.
- Portainer für die Verwaltung der Docker und Kubernetes Installationen. Ich nutze für die Administration die CLI Kommandos, Portainer dient eher dazu, die Installation anderen Leuten zu zeigen und zu erklären.
Dazu kommen die üblichen Infrastrukturdienste wie Postfix, Dovecot, Chrony, Squid, Apache HTTPD und OpenLDAP, die ich hier nicht einzeln erklären muss. Diese Tools verrichten seit Jahrzehnten zuverlässig ihren Dienst und sind aus dem Stack nicht mehr wegzudenken. Noch keine Jahrzehnte, aber immerhin einigen Jahren gehört auch Wireguard dazu.
Desktop und Apps
Bei den Desktop-Anwendungen und Handy/Tablet Apps bin ich wohl ein eher langweiliger User.
Der meistgenutzte Browser ist Firefox, für einige Anwendungen wie Big Blue Button verwende ich aber den Chromium wegen der besseren Kompatiblität. Früher habe ich für Google Maps wegen der besten Performance noch Vivaldi verwendet, aber mittlerweile ist Maps auch in den erstgenannten Browsern hinreichend schnell.
Office-Anwendungen (Text, Tabellen, Präsentation) mache ich fast immer in LibreOffice, mit seltenen Ausflügen zu Abiword, Gnumeric und Softmaker Office. In der OpenCloud ist auch Collabora Office im Einsatz.
Weitere viel genutzte Tools sind Thunderbird, Keepass XC, Zim Desktop Wiki, Oracle VirtualBox, Virt-Manager, Gajim (XMPP Chat), Asunder (CDs rippen) und die Electron Apps für Mattermost und Signal Chat. Als Entwicklungsumgebung bin ich weitgehend auf VS Code umgestiegen, da ich das auch beruflich nutze. Die einzige Windows-Anwendung, die ich regelmäßig unter Wine nutze, ist HeidiSQL.
Zu den regelmäßig verwendeten CLI Tools gehören mutt, git, GNU screen, k9s für Kubernetes, ctop (top für Docker Container) und htop.